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Allgemein:
Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) sind aus mehreren "kondensierten" Benzol-ringen aufgebaute Verbindungen. Die für die Bewertung von PAK-Belastungen herangezogene Leitkomponente ist Benzo[a]pyren.
Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) sind durch industrielle und private Verbrennung und den Verkehr (z.B. im Dieselruß) ubiquitär, jedoch vor allem im städtischen Raum vorhanden. Eine zusätzliche Belastung, z.B. durch PAK-haltige Materialien sollte daher vermieden werden.
PAK sind in Teer- und in geringeren Mengen in Erdölprodukten enthalten. Technisch wichtig ist u.a. der Steinkohleteer, der bei der Verkokung, Schwelung und Druckvergasung der Steinkohle anfällt. Die zähflüssige Masse, der "Rohteer" ist ein kompliziertes Substanzgemisch aus einem unverdampfbaren Anteil, dem Pech, und einem verdampfbaren Anteil. Dieser verdampfbare Anteil wird, destillativ in verschiedene Fraktionen getrennt, "Teeröle" genannt, welche der Chemikalien-verbotsverordnung unterliegen.
Nach Bränden können unter Umständen hohe PAK-Konzentrationen entstehen.
Verwendung:
PAK-haltige Zubereitungen werden vielfach im Bereich Holzschutz ("Carbolineum") oder als Dichtmaterial im Außenbereich eingesetzt. PAK sind auch Bestandteile des Tabakrauchs und finden sich ebenfalls in Autoabgasen sowie in gegrillten bzw. geräucherten Waren.
Carbolineumist ein Sammelbegriff für Steinkohleteeröle, stark riechende, teerig-ölige Imprägnieröle. Sie schützen vor Insekten und Pilzbefall.
Für den Holzschutz sind nur noch Steinkohleteeröle aus Hochtemperaturteer von technischer Bedeutung.
Teerölesind Stoffgemische aus ca. 10 000 Einzelstoffen, von denen bisher etwa 480 bekannt sind. Die wohl wichtigsten sind dabei die PAK.. Einige dieser PAK sind krebserregend, bekannt ist hier das Benzo[a]pyren.
Die für PAK-Belastungen herangezogene Leitkomponente Benzo[a]pyren ist im Steinkohlenteer (Carbolineum) in Gewichtsanteilen von ca.2%
Toxikologie und Belastung des Menschen:
Die Wirkung auf den Menschen hängt stark von der Zusammensetzung der PAK ab.
Das Einatmen, die Aufnahme durch den Mund oder die Haut kann zu Gesundheitsschäden führen.
PAK entfetten die Haut, führen zu Hautentzündungen, können Hornhautschädigungen hervorrufen, die Atemwege, Augen und den Verdauungstrakt reizen.
Einige PAK sind beim Menschen eindeutig krebserzeugend (z.B. Lungen-, Kehlkopf-, Hautkrebs). Die Möglichkeit der Fruchtschädigung oder Beeinträchtigung der Fortpflanzungsfähigkeit besteht.
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